Einladung
zur Mitgliederversammlung des professionnELLE-Trägervereins

Montag, 10. Juni 2013, 18 Uhr
Kontaktstelle professionnELLE, Rathausstrasse 35, Liestal
(Eingang Rosengasse, erste Haustür rechts, erster Stock)

Statutarisches
1. Begrüssung
2. Protokoll der Mitgliederversammlung 2012
3. Jahresbericht des Vorstands
4. Jahresbericht der Kontaktstelle
5. Jahresrechnung 2012 und Revisionsbericht
6. Budget 2013
7. Tätigkeitsprogramm der Kontaktstelle 2013
8. Nachwahl: Revisionsstelle
9. Diverses

«Wo frau schafft»: ein Projekt in Indien
Für einmal werfen wir einen Blick über den regionalen Tellerrand hinaus: In unserer Gesprächsserie «wo frau schafft» erzählt uns Marie-Thérèse Kuhn von der Arbeit, die sie in den vergangenen Monaten in einem Frauen- und Mädchenprojekt im nordindischen Jodhpur geleistet hat.
Marie-Thérèse Kuhn war Mitbegründerin der Kontaktstelle professionnELLE; damals in ihrer Funktion als Baselbieter Gleichstellungsbeauftragte. Übrigens, auch als sie danach während neun Jahren das Basler Amt für Wirtschaft und Arbeit leitete, liess sie unsere kleine Stelle nie aus den Augen.
Heute ist Marie-Thérèse Kuhn pensioniert. Ihren Einsatz in Indien als Lehrerin, Begleiterin und Helferin erbrachte sie als Freiwillige. Auch wenn sie seit einigen Wochen wieder zurück in der Schweiz ist, geht für sie das Abenteuer Jodphur weiter: Sie hat innerhalb der Stiftung, die hinter dem Frauenprojekt steht, kurz vor ihrer Abreise noch die Verantwortung für ein neues Babymädchenprojekt übernommen.
Wir freuen uns auf ihren Bericht.

Liestal, Ende April 2013





caramELLE
für unterwegs auf Stellensuche

ein Kurs für Frauen

Impulsworkshops / individuelle Begleitung / hilfreiche Unterlagen

drei Dienstagvormittage im Herbst 2012
vierzehntäglich
Daten nach Absprache

in Liestal, Martinshof

Stelleninserat – Erwartungen auf beiden Seiten
Lebenslauf – mein Standort auf der Kompetenzenlandkarte
Bewerbungsbrief – in jeder Hinsicht massgeschneidert
Vorstellungsgespräch – Fallstricke und Glanznummern
und: Netzwerke, Qualifikationsprofil, Austausch in der Gruppe
zusätzlich: Hausaufgaben und individuelle Nachbegleitung

für berufliche Wiedereinsteigerinnen und Umsteigerinnen
alle interessierten Frauen
maximal 6 Teilnehmerinnen

150 Franken plus Beitrag an Unterlagen

Auskunft und Durchführung
professionnELLE
Kontaktstelle Frau + Arbeit
Rathausstrasse 35
4410 Liestal
061 921 55 55 jeweils Montag und Dienstag
kontakt@professionnelle.ch
www.professionnelle.ch





www.mamagenda.ch

Begleitung während der Schwangerschaft und drüber hinaus: Die von Travail.Suisse entwickelte mamagenda ist eine digitale Agenda, die jederzeit im Internet abrufbar ist und sich sowohl an Vorgesetzte als auch schwangere Mitarbeiterinnen richtet.
Die Agenda thematisiert gesetzliche Bestimmungen und Regelungen für die Zeit vor und nach der Geburt. Sie hilft beiden Seiten, die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt zu stellen.
Zur Verfügung stehen praxisorientierte Instrumente zu Themen wie Absenzen, Lohnanspruch, Arbeitsorganisation und Spannungen im Team. Darüber hinaus fördert das Instrument mamagenda den konstruktiven Austausch zwischen der schwangeren Frau und den Vorgesetzten. Kurz: mamagenda für eine optimale Planung.





Ausgezeichneter Lux Guyer-Kreisel

Am 14. Juni wird der Gemeinde Muttenz der Wanderpreis «Prix Promenade» überreicht. Anlass ist die Neubenennung des zentralen Verkehrskreisels nach der Schweizer Architekturpionierin Lux Guyer.

Am Tag, an dem sich der Streik der Schweizer Frauen zum 20. Mal jährt,
am 14. Juni 2011, ist in Muttenz einiges los. Der grosse, zentrale Verkehrskreisel, der St. Jakobs-, Pratteler- und Hauptstrasse verbindet, bekommt offiziell den Namen Lux Guyer-Kreisel. Dies zu Ehren der Architektin Lux Guyer (1894–1955), die als erste Frau in der Schweiz ein eigenes Architekturbüro eröffnete und auch in Muttenz tätig war.
Der Muttenzer Kreisel wird nicht nur mit dem Namen der Architektin beschriftet, er erhält auch – rundum verteilt – vier fixe Informationstafeln zum Leben und Wirken von Lux Guyer.

Für ihren neu getauften Kreisel wird die Gemeinde Muttenz gleichentags mit dem «Prix Promenade» ausgezeichnet. Der Wanderpreis wird seit 2002 von der «Gruppe 14. Juni», einem Zusammenschluss von Baselbieter Frauenorganisationen, an Gemeinden verliehen, die eine Strasse, einen Weg oder einen Platz nach einer weiblichen Persönlichkeit benennen. Muttenz ist die mittlerweile achte Preisträgerin.
Alle mit einer Baselbieter Strasse geehrten Frauen, ihre Gemeinden sowie Statements von heutigen Berufsfrauen und eine Menge aktueller Links sind auf dem neuen Internetportal www.anna-lux-und-evelyne.ch zu finden, dessen Vernissage ebenfalls am 14. Juni in Muttenz gefeiert wird.

Der Anlass startet am Dienstag, 14. Juni 2011 um 17 Uhr beim Hotel Baslertor. Nach einer Führung mit Helen Liebendörfer entlang der neuen Tafeln ringsum den Lux Guyer-Kreisel findet bei der Kantonalbank der Preisübergabe an die Gemeinde sowie die Vernissage der Website statt. Anschliessend Apéro. Für den musikalischen Rahmen sorgt die junge Bläserin Anita Kuster, die auf der neuen Internetseite ebenfalls zu Wort kommt.

www.anna-lux-und-evelyne.ch


Weitere Auskünfte

«Gruppe 14. Juni»
c/o professionnELLE
Alexandra Hänggi
061 691 19 10 (fix)
061 921 55 55 (mo/di)
079 394 64 09 (mob)


Muttenz/Liestal, im Mai 2011





Mehr Durchhaltevermögen

Die Zahl der Frauen, die in der Schweiz ein Unternehmen gründen, hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen: Das zeigt die Studie «Frauen-Power unter der Lupe» der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Trotzdem: Von den jährlich rund 15'000 Personen, die in der Schweiz den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, sind lediglich gut ein Fünftel Frauen.

Wenn eine Frau in der Schweiz eine Firma in Leben ruft, sei im Durchschnitt 39 Jahre alt, bei den Männern liegt das Mittel bei 41. Als Grund für eine Firmengründung geben viele Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an.

Junge Unternehmen von Frauen sind in der Regel kleiner als solche von Männern: Frauen beschäftigen deutlich weniger Mitarbeitende und investieren weniger als Männer. Während Männer nach der Gründung einer Firma mehr verdienen als vorher, ist es bei den Gründerinnen meist ungekehrt. Von Frauen gegründete Unternehmen haben dafür eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit als die Firmen von Männern – Frauen gründen erfolgreicher.

Die Studie der FHNW basiert auf einer Befragung von 4000 potentiellen Gründungspersonen, die ihr Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2009 gegründet haben. Ausgewertet werden konnten gut 330 Bogen.
sdagi / herbst 2010

Siehe auch: www.startwerk.ch/2010/06/07/frauenpower-unter-der-lupe-gruenderinnen-sind-erfolgreicher/





Weniger Lohn und doppelt so viel Hausarbeit

Jahr für Jahr dasselbe: Schweizer Gleichstellungsstatistiken weisen aus, dass Frauen im Schnitt fast einen Fünftel weniger verdienen als Männer. Die jüngste eidgenössische Studie zeigt auf, dass rund 60 Prozent dieser Lohnunterschiede durch objektive Faktoren zu erklären sind, die restlichen 40 Prozent sind jedoch als Diskriminierung zu werten.

Kaderstellen sind weiterhin zum grössten Teil in Männerhand. Das beliebteste Familienmodell für Erwerbsarbeit ist nach wie vor der vollzeitlich arbeitende Vater und die teilzeitlich arbeitende Mutter. Handkehrum leisten Frauen im Alter zwischen 20 und 40 doppelt so viel unbezahlte Arbeit - vor allem Haushalt und Kinder - als gleichaltrige Männer: im Schnitt 40 Stunden pro Woche.

Diese Zahlen und mehr hat die Baselbieter Fachstelle für Gleichstellung mit dem Statistischen Amt für den Kanton Baselland und teilweise die gesamte Nordwestschweiz berechnet und aufbereitet und als Schweizer Premiere in aller Ausführlichkeit ins Internet gestellt.

Ausgewertet wurden unter anderen folgende Aspekte: Zeitaufwand von Frauen und Männern für Erwerbs-, Haus-, Familien- und Freiwilligenarbeit in Stunden pro Woche, die Erwerbsquoten der 15- bis 64-Jährigen, Ausbildungsabschlüsse und Soziale Sicherheit.
spe/agi, herbst 2010

Siehe auch: www.statistik.bl.ch (unter «Gleichstellung von Frau und Mann»)





Kinder statt Küche

Weshalb auch Mütter berufstätig sein sollten – ein volkswirtschaftliches Argumentarium

Auszüge aus einem Artikel von Daniel Binswanger im Das Magazin 10/08

In seinem neuen Buch entwickelt Gosta Esping-Andersen Konzepte für nachhaltige Sozialpolitik. Sein Fazit: Die demografische Entwicklung macht staatliche Familienförderung zu einer lohnenden Investition.

Die grösste Umwälzung des 20. Jahrhunderts ist die Gleichstellung der Frauen. Sie hat neue Gesellschaftsstrukturen durchgesetzt. Vor allem aber hat sie zum Absinken der Geburtenrate geführt, was im Verbund mit der gestiegenen Lebenserwartung ein massives Ungleichgewicht entstehen liess.
Interessanterweise wird die Geburtenrate weniger vom Wertewandel als von den Rahmenbedingungen bestimmt: Überall in Europa, das zeigen Umfragen, bilden Zwei-Kind-Familien das dominierende Ideal. Wie nahe ein Land diesem Ideal kommt, hängt jedoch stark davon ab, ob Frauen Beruf und Kinder unter einen Hut bringen können. Im konservativen, familienorientierten Südeuropa liegen die Geburtenraten tief. Genauso tief ist das Niveau der Unterstützungsleistungen für Familien. In Frankreich und Nordeuropa, besonders in Norwegen und Dänemark, liegt die Geburtenrate hoch. Vergleichsweise entwickelt ist dort auch das Niveau der öffentlichen Kinderbetreuung. (…)

Je mehr die Frauen arbeiten, desto mehr Kinder bringen sie zur Welt.
Konservative Familienpolitik, die Frauen ermuntert, aus dem Berufsleben auszuscheiden, könnte sich als katastrophaler Bumerang erweisen. Anstatt die klassische Familie zu stärken, führt sie zum Absinken der Geburtenrate. Mutterschaftsurlaub und Krippen belasten zwar die Staatsfinanzen, die Investition wird aber deutlich amortisiert. Frauen, die ihre Karriere nicht lange unterbrechen, haben nicht nur eine höhere Lebensarbeitszeit, sie erreichen ein bis zu 40 Prozent höheres Lohnniveau. Die dadurch generierten Steuereinnahmen erlauben es spielend, Elternurlaub und Betreuungsplätze voll zu finanzieren.

Am stärksten profitieren die Kinder von der Arbeit der Mütter. Nach Esping-Andersen gibt es keine negative Korrelation zwischen Erwerbsarbeit der Mutter und Entwicklungsperspektiven des Nachwuchses. Kinder mit erwerbstätigen Müttern gedeihen nicht schlechter als Kinder aus traditionellen Familien. Dagegen gibt es eine massive Korrelation zwischen Entwicklungsaussichten und Einkommensniveau der Familie. Soweit Familien mit doppeltem Einkommen besser gestellt sind, hat die Erwerbstätigkeit der Mutter also einen positiven Einfluss, besonders in den unteren Einkommensschichten.





parallELLE – Bildung / Beruf / Familie

Wie-der-Einstieg gelingt! Ein Begleitprogramm für Frauen, die sich beruflich neu orientieren.
Sie planen den Wiedereinstieg, einen Umstieg oder einen Quereinstieg? Sie haben bereits eine gewisse Berufserfahrung, Lust auf Neues und viel Eigeninitiative. Und jetzt brauchen Sie konkrete Unterstützung. Dazu kommt, dass Sie – wie so viele Frauen – sonst noch einiges aufs Gleis bringen müssen...
parallELLE trägt dem Rechnung.

Die parallELLE-Elemente
mehrteilige Standortbestimmung und Kompetenzenmanagement mit Berufs- und Laufbahnberaterinnen
Impuls-Module zu Stellensuche/Bewerben, Selbst-/Zeitmanagement, Arbeitsrecht/Vorsorge mit Fachleuten aus den verschiedenen Bereichen
Einzelcoachings
eine Auftakt-, eine Abschluss- sowie eine Folge-Veranstaltung

parallELLE bietet zudem
Einblicke in Berufswelt und Arbeitsmarkt
Auseinandersetzung mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Klarheit bezüglich beruflicher Ziele und Wege
Know-how für das Bestehen in der heutigen Arbeitswelt
Begleitung bei wichtigen Entscheiden: Job? Praktikum? Weiterbildung?

Kursort
Basel (Coachings in Liestal)

Kosten
Fr. 600.–, inklusive Unterlagen

Information, Anmeldung, Durchführung
professionnELLE – Kontaktstelle Frau + Arbeit
Rathausstrasse 35 / 4410 Liestal
061 921 55 55 (Mo/Di)
kontakt@professionnelle.ch
www.professionnelle.ch





Schweizer Frauen: Wachsende Erwerbsquote dank Teilzeitstellen

Die Erwerbsquote der Schweizer Frauen stieg laut Bundesamt für Statistik in den Jahren 2001 bis 2006 um weitere 1,5 Prozent auf 74,7 Prozent (ohne die miteingerechneten arbeitslosen Frauen insgesamt 71,1 Prozent).
Den Grund für die Steigerung sieht das Bundesamt in den wachsenden Möglichkeiten der Teilzeitarbeit. Über die Hälfte aller erwerbstätigen Schweizerinnen arbeiteten 2006 in Teilzeitarbeitsverhältnissen. Damit liegen sie im europäischen Vergleich auf dem zweiten Platz. Nur in den Niederlanden sind mit einem Anteil von fast 75 Prozent noch mehr Frauen teilzeiterwerbstätig. Im Durchschnitt arbeiten in der EU jedoch nur knapp ein Drittel der Frauen (32,4%) Teilzeit.
Allen Ländern gemeinsam ist hingegen, dass mehr Frauen teilzeitbeschäftigt sind als Männer: In der Schweiz machen die weiblichen Arbeitnehmenden über 80 Prozent aller Teilzeiterwerbstätigen aus.

Quelle: Der Arbeitsmarkt 10/07 / agi





Knackpunkt Kinderbetreuung

Unzureichende Angebote in der Kinderbetreuung sind für viele Angestellte die größte Hürde beim Wiedereinstieg ins Berufsleben. Auch Männer üben Kritik.

Troy/Hamburg. Fast die Hälfte der deutschen Angestellten mit Kindern würde längere Arbeitszeiten in Kauf nehmen und produktiver arbeiten können, wenn hochwertige Angebote zur Kinderbetreuung verfügbar wären. Das hat die internationale Arbeitsmarktstudie Kelly Global Workforce Index ergeben, für die der Personaldienstleister Kelly Services rund 70’000 Angestellte in 28 Ländern befragt hat.

Für viele Eltern, die ihren Job wieder aufnehmen möchten, ist die Suche nach der richtigen Kinderbetreuung die wichtigste Herausforderung: Rund 85 Prozent der mehr als 2’000 deutschen Studienteilnehmenden gaben an, dass das Thema für sie zentral ist.

Betroffen sind dabei beide Elternteile: 56 Prozent der Frauen und 39 Prozent der Männer würden wieder in den Beruf einsteigen oder länger arbeiten, wenn der Nachwuchs gut versorgt wäre. Die passende Betreuung zu finden, ist allerdings sehr schwierig: Für rund ein Drittel der Befragten stellen die Kosten die größte Hürde dar, gefolgt von der Qualität (20 Prozent), langen Wartelisten (18 Prozent) und Fahrtzeiten (sieben Prozent).

"Die Studie zeigt, wie wichtig eine angemessene Kinderbetreuung ist", sagt Michael Kirsten, Marketing-Manager bei Kelly Services Deutschland. Der Grossteil der Befragten verfügt über einen Hochschulabschluss und hatte eine erfolgreiche Karriere, bevor er oder sie sich entschloss, eine Familie zu gründen. "Diese Menschen stellen eine wichtige Ressource für unser Land dar - hochwertige und bezahlbare Betreuungsangebote würden ihnen den Wiedereinstieg erleichtern. Auch Arbeitgeber können ihren Teil dazu beitragen: mit familienfreundlichen Arbeitsplätzen, flexibler Zeiteinteilung oder der Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten."

Laut der Studie nutzen rund 44 Prozent der Befragten gar keine Kinderbetreuung, 19 Prozent greifen auf staatliche Angebote zurück. Neun Prozent lassen ihre Kinder privat betreuen und fünf Prozent nutzen vom Staat subventionierte Angebote.

www.kellyservices.de





www.gleichfalls.ch – Gleichstellung im Erwerbsleben

www.gleichfalls.ch ist eine Kampagne von Radio X in Basel in Zusammenarbeit mit Radio toxic.fm in St. Gallen. Unterstützt wird sie vom Eidgenössischen Büro für Gleichstellung von Frau und Mann.

Das Projekt thematisiert das Rollenverhalten von Frau und Mann im Erwerbsleben, zeigt Chancen und Konflikte mittels Hörspielen und sucht gemeinsam mit Fachpersonen Lösungswege.
Kernzielgruppe der Kampagne sind BerufseinsteigerInnen, dafür wurden in Berufsschulen und an Universitäten themenbezogene Workshops durchgeführt. Die daraus gewonnen Inhalte werden neben anderen Beiträgen in der sechsteiligen Sendereihe ausgestrahlt, welche ab November 2006 auf den beiden Sendern zu hören ist.

Auf der Homepage www.gleichfalls.ch können die Besuchende die Sendeinhalte abrufen und finden Links zu Beratungsstellen.

Das Audiomaterial wird als Lehrmittel für Schulen oder andere Interessierte zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen ab September 2006 auf www.gleichfalls.ch

Kontakt:
Radio X
Guido Herklotz, Öffentlichkeitsarbeit und Workshops Schulen
Telefon 061 261 21 22
Mail guido.herklotz@radiox.ch





Wenn sie 40 sind ... verdienen sie gleich viel 

Frauen und Männer sind noch längst nicht gleichberechtigt. Mit einer Postkarten-Aktion macht die Baselbieter gruppe 14. juni auf fünf Bereiche aufmerksam, in denen die Ungerechtigkeiten noch besonders stossend sind.
 

Die beiden Fünfjährigen spielen unbeschwert miteinander: Auf der Schaukel ist einmal das Mädchen oben, dann der Junge. Das Balancieren auf dem hohen Seil gelingt beiden. Und die bunten Lollis, an denen die Zwei lutschen, sind gleich gross...

Eine aus ingesamt fünf Motiven bestehende Postkartenserie steht im Zentrum der aktuellen Sensiblisierungskampagne zum Thema Gleichstellung der Baselbieter gruppe 14. juni. Auf den farbenfrohen Fotokarten ist neben den spielenden Kindern jeweils auch ein Schriftzug angebracht: "Wenn sie 40 sind, verdienen sie gleich viel. Dafür setzen wir uns ein." ist da beispielsweise zu lesen. Neben der anzustrebenden Lohngleichheit nimmt die Kartenserie auch den Themenkreis qualifizierte Teilzeitarbeit sowie die Arbeitsteilung in der Familie und im Haushalt auf. Die fünfte Postkarte ist der unterschiedlichen Wahrnehmung von Alter bei Frauen und Männern gewidmet: "Wenn sie vierzig sind, sind sie gleich alt. Dafür setzen wir uns ein."

Mit ihrem neuen Projekt will die gruppe 14. juni auf einfache, direkte und humorvolle Weise ein paar gesellschaftlich wünschenswerte Visionen an den Mann und an die Frau bringen. Die aus den acht grössten Baselbieter Frauenorganisationen zusammengesetzte Gruppierung hofft, mit den attraktiven Karten auch Leute anzusprechen, die sich bis anhin nur wenig mit Fragen der Gleichstellung auseinandergesetzt haben. Die Postkarten sollen in erster Linie als Korrespondenzkarten über die acht involvierten Organisationen eine möglichst grosse Verbreitung finden.

Der parteipolitisch neutrale Zusammenschluss gruppe 14. juni sorgt mit unterschiedlichsten Aktionen dafür, dass die noch immer unerfüllten Anliegen des Frauenstreiks am 14. Juni 1991 nicht in Vergessenheit geraten. Mit der Verleihung des "Prix Promande" an Baselbieter Gemeinden, die eine Strasse nach einer weiblichen Persönlichkeit benennen, hat die Gruppe in letzter Zeit von sich reden gemacht. Zuvor waren es eine spektakuläre Wäscheleine-Aktion in der Liestaler Altstadt sowie die Herausgabe eines Internet- und Groschenromans mit Autorinnen aller Generationen.

Und nun sind ab sofort die Postkarten der Kampagne "Wenn sie 40 sind ..." im Umlauf. Die Bilder für die Karten stammen von der Fotografin Regine Flury; für die Gestaltung zeichnet "Formsache" verantwortlich. An der Herstellung finanziell beteiligt ist der Lotteriefonds Basel-Landschaft.

Weitere Auskünfte: Alexandra Hänggi, professionnELLE,
061 921 55 55 oder 061 691 19 10


(diesen Text als PDF runterladen)



Fact Sheet zur Postkarten-Kampagne "Wenn sie 40 sind ... 

Wenn das heute 5-jährige Mädchen und der 5-jährige Bub dann einmal 40 sind ...
... verdienen sie beide gleichviel
... erziehen sie die Kinder gemeinsam
... teilen sie sich die Konzernleitung
... bedienen beide eine Waschmaschine
... sind sie beide gleich alt.
Dafür setzen wir uns ein. gruppe 14. juni.  

Lohngleichheit: ... verdienen sie beide gleich viel
In der Privatwirtschaft verdienen Frauen in der Schweiz heute noch über 20 Prozent weniger als Männer. Die Lohnunterschiede haben sich in den letzten Jahren im privaten Sektor kaum mehr verringert.Ungeachtet des Anforderungsniveaus werden Frauen systematisch schlechter bezahlt als Männer: Der Lohnunterschied bewegt sich zwischen 14% und 24%. Auch bei gleicher Bildung und gleicher beruflicher Stellung liegt der standardisierte monatliche Bruttolohn in der Privatwirtschaft bei den Frauen tiefer als bei den Männern. Interessant ist, dass die Lohndifferenz mit zunehmendem Ausbildungsniveau steigt. Frauen mit einem Lehrabschluss verdienen circa 7%, Frauen mit einem Universitätsabschluss circa 22% weniger als die Männer. In den Tieflohnbranchen mit Bruttolöhnen von rund 4'000 CHF im Monat ist ein Grossteil der Beschäftigten Frauen. 

Kinderbetreuung: ... erziehen sie die Kinder gemeinsam
Der Ruf nach einem vielfältigen Angebot von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder jeden Alters, das die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert, kommt oft von Frauenseite. Kein Wunder, denn nach wie vor tragen neun von zehn Frauen, die in Paarhaushalten mit Kindern unter 15 Jahren leben, die Hauptlast der Hausarbeit und der Kinderbetreuung alleine - auch wenn sie erwerbstätig sind.Leben Kinder im Haushalt, reduzieren viele Frauen ihr Arbeitspensum oder steigen ganz aus dem Berufsleben aus. Bei Männern hingegen beeinflusst die Existenz von Kindern den Grad der Beschäftigung nicht. Gegen hundert Prozent der Väter sind erwerbstätig, die wenigsten von ihnen mit einem Teilzeitpensum. Laut einer europäischen Studie aus dem Jahr 2000 kümmern sich Schweizer Väter durchschnittlich 37 Minuten pro Tag um ihre Kinder.Nur 11 Prozent der Familienhaushalte und 17 Prozent der Einelternhaushalte nehmen in der Schweiz externe Kinderbetreuung in Anspruch. Diese wird meist von der Verwandtschaft übernommen. Betreuungsformen wie Tagesfamilien und Kinderhorte machen nur gerade einen Drittel der familienergänzenden Kinderbetreuung aus. 

Karriere/Teilzeitarbeit: ... teilen sie sich die Konzernleitung
Im Baselbiet besetzen viel weniger Frauen verantwortungsvolle Posten als Männer. In den Unternehmensleitungen sind nur 11 Prozent Frauen zu finden. Weitaus mehr Frauen (78%) als Männer (65%) sind Angestellte ohne leitende Funktion. Bei den selbständig Erwerbenden im Kanton machen Frauen einen Drittel aus.Die Erwerbsquote der Frauen ist in der Schweiz (rund 75 %) im europäischen Vergleich (rund 55%) recht hoch. Dies ist vor allem auf die hier verbreitete Teilzeitarbeit zurückzuführen. Wie in der übrigen Schweiz arbeiten auch in Baselland über die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen Teilzeit. Bei den Männern sind es nur 11 Prozent. Da das Vollzeitpensum noch immer als Norm gilt, bringt die Teilzeitarbeit den Frauen viele Nachteile wie ungesicherte Arbeitsverhältnisse, ungenügende Altersvorsorge, eingeschränkte Weiterbildungsmöglichkeiten und geringe Karrierechancen.Die schlechten Aufstiegschancen von Frauen in der Schweiz wurden auch in der internationalen Gender Gap Studie des World Economic Forum bemängelt. Was die Verteilung von wirtschaftlichen Chancen und Aufstiegsmöglichkeiten zwischen den Geschlechtern angeht, so liegt die Schweiz in der genannten Studie auf Platz 42 von 58 untersuchten Ländern.

Unbezahlte Hausarbeit: ... bedienen beide eine Waschmaschine
Arbeiten wie Waschen, Putzen, Bügeln, Einkaufen oder Kochen, aber auch Kinderbetreuung und Pflege von Betagten sind für das Funktionieren unserer Gesellschaft unerlässlich - werden aber meist nicht bezahlt. Frauen und Männer engagieren sich in diesen Bereichen äusserst unterschiedlich.In der Schweiz wenden Frauen insgesamt fast doppelt so viel Zeit für Haus- und Familienarbeit auf als Männer. Wenn Kinder im Haushalt leben, wird die Differenz noch grösser. Am meisten Zeit bringen Frauen mit Kindern unter 14 Jahren für Haus- und Familienarbeit auf, nämlich 53 Stunden pro Woche. Während Männer im selben Haushalt nur 26 Stunden Haus- und Familienarbeit pro Woche leisten.Männer engagieren sich eher bei der Kinderbetreuung und bei handwerklichen oder administrativen Tätigkeiten im Haushalt. Repetitive Arbeiten wie Putzen, Kochen, Abwaschen, Aufräumen, Waschen und Bügeln sind noch immer grösstenteils Frauensache. Obwohl die Erwerbsquote der Frauen in den letzten zwanzig Jahren kontinuierlich gestiegen ist, haben die Männer in der selben Zeit nur unwesentlich mehr Haushaltsarbeit übernommen. 

Gesellschaftlicher Status: ... sind sie beide gleich alt
Mathematisch gesehen eine banale Selbstverständlichkeit. Doch sind ein 40-jähriger Mann und eine 40-jährige Frau wirklich gleich alt? In der gesellschaftlichen Wahrnehmung erwiesenermassen nicht: Ein Mann kommt mit 40 doch erst in die besten Jahre; eine Frau gehört mit 40 schon langsam zum alten Eisen. Die in Wissenschaft, Alltag und bei 70-jährigen deutschen Schlagerstars vorherrschende biologistische Sichtweise setzt das Ende der Gebärfähigkeit mit dem Beginn des weiblichen Alters gleich und somit mit dem Ende von Sexualität und Attraktivität. Frauen fallen offensichtlich schon früh – seis im Berufs- oder im Privatleben - dem so genannten "Ageism" zum Opfer. Dazu kommt, dass die rasant anwachsende Bevölkerungsgruppe der älteren und alten Frauen (ab 65 sind die Frauen in der Mehrheit) erst allmählich Eingang ins kulturelle, wissenschaftliche oder sozialpolitische Bewusstsein findet.Frauen und Männer sollen in allen Lebensabschnitten ein erfülltes, selbstbestimmtes und würdevolles Leben leben können - dafür setzen wir uns ein.  

Quellen:
www.gleichstellung.bl.ch (unter "aktuell") 
- Zahlen? Bitte., Daten und Fakten zur (Un-)Gleichstellung von Frauen und Männern in den beiden Basel
- Internationales Ranking zur Gleichstellung des „World Economic Forum"

http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/
einkommen_und_lebensqualitaet/gleichstellung.html

Frauen im Alter – Vorurteile und Fakten, Dr. Pasqualina Perrig-Chiello, Universität Bern, Referat vor der Delegiertenversammlung des Evangelischen Frauenbund der Schweiz, 30. April 2005 

Volksstimme Sissach, 14. November 2000 


(diesen Text als PDF runterladen)




Bern, 2005/06, AP/agi

Infos für Schwangere

Die Arbeitnehmerorganisation Travail.Suisse startet eine Inforamtionskampagne speziell für Frauen. Schwangere und Mütter werden damit über ihre Rechte am Arbeitsplatz aufgeklärt. Travail.Suisse hat dazu eine in zwölf Sprachen erhältliche Broschüre erarbeitet und telefonische Info-Linien eingerichtet.
Die Rechtslage am Arbeitsplatz während Schwangerschaft und Stillzeit sei komplex, sagten Vertreterinnen der Arbeitnehmerorganisation an einer Pressekonferenz in Bern. Das Nebeneinander verschiedenster Gesetze und vertraglicher Regelungen fordere selbst Fachleute. Auch der noch immer fehlende einheitlich bezahlte Mutterschaftsurlaub trage zur Komplizierung der Situation bei. Gemäss Gesetz bestehe zwar ein achtwöchiges Arbeitsverbot nach der Geburt, dieses sei jedoch entgegen einem weit verbreiteten Irrtum nicht zwingend mit einer Lohnzahlung verknüpft. Laut Travail.Suisse werden die Regelungen oft nicht eingehalten.
Gleichzeitig sei der Informationsbedarf von schwangeren und stillenden erwerbstätigen Frauen riesig. Welche Frau weiss schon, dass sie bei der Verrichtung einer stehenden Arbeit und einer täglicher Arbeitszeit von mehr als vier Stunden ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat Anrecht auf eine Ersatzarbeit im Sitzen hat?
Die Kampagne von Travail.Suisse richtet sich auch an Migrantinnen, die oft nicht nur mit prekären Arbeitsbedindungen, sondern auch mit zusätzlichen Hürden bei der Informationsbeschaffung zu kämpfen haben. Deshalb wurde die Gratisbroschüre in zwölf Sprachen verfasst. Zudem gibt eine telefonische Info-Linie in eben so vielen Sprachen Auskünfte zum Themenkreis.
Die Broschüre "Erwerbstätig und schwanger: Ihre Rechte am Arbeitsplatz" ist für Fr. 3.– zu bestellen bei Travail.Suisse, Bern 031 370 21 11.
Für Auskünfte auf Deutsch steht die Infoline unter der Nummer 0900 55 55 61 für Fr. 3.–/Min. jeweils dienstags zwischen 11 und 13 Uhr zur Verfügung.





Bern, im November 2003

Gratis-Faltblatt: "Sozialversicherungen und Teilzeitarbeit"

Immer mehr Frauen und Männer möchten Beruf und Familie unter einen Hut bringen. Wer Berufs- und Familenarbeit vereinbaren will, kommt nicht um eine Reduktion der Erwerbsarbeit herum. Ein Teilzeitpenszum bringt in rechtlicher und versicherungs-technischer Hinsicht Veränderungen.
Das neue Leporello "Sozialversicherungen und Teilzeitarbeit" des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann informiert Teilzeiterwerbstätige über ihre Versicherungssituation im Bereich der AHV, IV, beruflichen Vorsorge, Unfall-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung.
Das Faltblatt kann kostenlos bestellt werden beim Bundesamt für Bauten und Logistik, Vetrieb Publikationen, 3003 Bern, Telefon 031 325 50 50 , Fax 031 325 50 58, E-Mail: verkauf.zivil@bbl.admin.ch





professionnELLE
Kontaktstelle Frau + Arbeit
Rathausstrasse 35 (Eingang Rosengasse)
4410 Liestal
Telefon: +41 061 921 55 55
Fax: +41 061 923 85 04
E-Mail: kontakt@professionnelle.ch
Internet: www.professionnelle.ch



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